Das Ende von "Der Richter und sein Henker"
Ich war ziemlich überrascht von der endgültigen Enthüllung.
Obwohl ich vorausgesagt hatte, dass Bärlach fortdauernd Tschanz manipulierte,
hatte ich nicht erwartet, dass den Mord an Schmied erklären worden würde. Im
Laufe dieses Semesters hatten alle Tschanz als den Hauptverdächtige bestimmt,
aber für mich war er vielleicht der offensichtlichste Verdächtige und deshalb
die Figur, die am wenigsten verdächtig war. Es gab so vielen Indizien, die Schuld
von Tschanz andeuteten, wie sein Kauf dem Auto Schmieds, seine Lust, Anna zu
heiraten/die Freundin von Schmied zu erobern, und sogar seine Eifersucht auf
die Gelegenheiten und auf die Vergangenheit von Schmied. Jedoch dachte ich,
dass diese Tatsachen falschen Fährten begründen.
Trotzdem fand ich die Handlung dieses Romans sehr verwickelt
und geschickt konstruiert. In der ausgehenden Geschichte war die Stimmung besonders
spannend, weil man nicht mehr weiß, was man erwarten soll. Es gab zu vielen
plötzlichen Umschwung. Außerdem fand ich Dürrenmatts Gelingen, die Eindrücke des
Lesers von den Figuren umzustoßen, sehr fesselnd: ich habe zuerst Bärlach als
eine ehrenvolle, gutherzige Person empfunden, aber er offenbarte als ein ganz
böses und manipulatives Superhirn sich. Ich war deshalb nicht mehr so sicher,
wie ich am Ende Bärlach halten sollte. Insgesamt fand ich diesen Roman von
Dürrenmatt sehr unterhaltend, faszinierend und gut geschrieben und er hat mir
gefallen sehr.
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